Fachbereich
Pflege

Individuelle Pflege mit Herz und Fachkompetenz – für mehr Selbstständigkeit, Gesundheit und Teilhabe.

100+ Jährliche Visiten
15+ beteiligte Fachärzte
24/7 Betreuung und Pflege

Pflege mit Erfahrung und Professionalität

Rundum-Versorgung, die Selbstständigkeit, Gesundheit und Teilhabe fördert

Neben der pädagogischen Begleitung ist die professionelle pflegerische Versorgung ein wesentlicher Bestandteil unserer Arbeit. Pflege bedeutet für uns weit mehr als medizinische Unterstützung – sie ist ein Prozess, der die individuellen Ressourcen, Fähigkeiten und Bedürfnisse jedes Menschen berücksichtigt und ihn dabei unterstützt, ein möglichst selbstbestimmtes Leben zu führen.

Unsere Pflege verfolgt das Ziel, Teilhabe zu ermöglichen und Selbstständigkeit zu fördern – auch dann, wenn es nur kleine Schritte sind. Bewohnerinnen und Bewohner mit mehrfachen Beeinträchtigungen erhalten bei uns eine liebevolle, fachlich fundierte Pflege, die Sicherheit gibt und zugleich Entwicklung ermöglicht

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der aktivierenden Pflege: Wir verstehen Pflege nicht nur als Versorgung, sondern auch als Möglichkeit zur Beziehungsgestaltung. Durch gezielte Anregungen in allen Wahrnehmungsbereichen, liebevolle Zuwendung und therapeutische Maßnahmen schaffen wir eine Umgebung, in der sich unsere Bewohner wohlfühlen, Vertrauen aufbauen und ihre Fähigkeiten entfalten können.

Bestandteile unserer Pflege

Kompetenz trifft Fürsorge – Pflege durch erfahrene
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Inhalt unserer Leistungen sind alle Maßnahmen der Grundpflege, wie z.B.:

  • Grundpflege: Körperpflege, Ernährung und Unterstützung im Alltag
  • Basale Stimulation: Förderung der Sinneswahrnehmung und Körpererfahrung
  • Unterstützung bei Inkontinenz und Ernährungssystemen
  • Mobilisation nach anerkannten Konzepten wie Bobath und Kinästhetik
  • Prophylaxe: Vorbeugung von Kontrakturen, Druckstellen und Atemwegserkrankungen
  • Versorgung mit Hilfsmitteln: Rollstühle mit angepassten Sitzschalen, Gehhilfen, Orthesen etc. und ständige Betreuung durch einen Orthopädiemechaniker
  • Dauerhaftes Angebot von Krankengymnastik, Logopädie und Ergotherapie durch erfahrene und langjährige Mitarbeiterinnen in unserer Einrichtung

Über Maßnahmen im Bereich der Behandlungspflege und natürlich alle weiteren Fragen können wir gerne telefonisch oder persönlich sprechen.

Zusätzlich intern durchgeführte Pflegevisiten dienen der Erhaltung und Verbesserung der med.-pflegerischen Betreuung.

Unser Netzwerk in der medizinisch-pflegerischen Betreuung

Wir verstehen Pädagogik als ganzheitliche Begleitung und Förderung der kindlichen Entwicklung.

Die Pflege und medizinische Betreuung von Menschen mit komplexer Beeinträchtigung verlangen von allen Akteuren ein hohes Maß an fachlicher Kompetenz. Insbesondere die Diagnostik, das Erkennen, dass bei unseren Kindern / unseren BewohnerInnen etwas nicht stimmt, etwas anders ist als sonst, benötigt eine hohe Expertise der Mitarbeitenden, Ärzte und Therapeuten.

Da unsere Bewohnerinnen uns überwiegend nicht verbal mitteilen können, was Ihnen behagt, ist insbesondere eine gute Beobachtung non-verbaler Merkmale (Mimik, Gestik, Körperhaltung) wichtig, um zeitnah die richtigen Maßnahmen abzuleiten und sie nach Rücksprache mit den behandelnden Ärzten gezielt zu behandeln.

Zudem sind einige Symptome unspezifisch und können bei einigen Erkrankungen auftreten, z.B. Unruhe, Nahrungsverweigerung, erhöhte Krampfbereitschaft. Eine weitere Herausforderung stellt die Tatsache dar, dass es sich bei den Grunderkrankungen unserer „Kleinen und Großen“ auch oftmals um seltene Erkrankungen handelt, zu denen in der Medizin noch wenig bekannt ist, was insbesondere durch die Transition in die Erwachsenenmedizin noch einmal verdeutlicht wird.
Wir sind wirklich sehr dankbar, dass eine so große Zahl an kompetenten und hilfsbereiten Akteuren an der medizinisch-pflegerischen und therapeutischen Versorgung unserer kleinen und großen BewohnerInnen beteiligt sind und wollen Ihnen hier einmal einen Überblick dazu verschaffen:

  • regelmäßige hausinterne pädiatrische, HNO-ärztliche, augenärztliche, zahnärztliche, neuropädiatrische, chirurgische und neuroorthopädische Untersuchungen und Visiten von engagierten niedergelassenen Fachärzten und dem SPZ Hannover. Inhalte der Visiten bei uns im Haus sind beispielsweise Evaluation und Kontrolle der Medikation und Hilfsmittelbedarfe, Botoxinjektionen gegen Spastik, Anfallsevaluation, allgemeine Entwicklungskontrolle, sowie Baclofenpumpenfüllung.
  • teil-stationäre Maßnahmen, wie z.B. Zahnsanierung
  • enge Zusammenarbeit mit der Kinderklinik auf der Bult, Kinder- und Jugendmedizin der Klinik Neustadt am Rübenberge, Diakovere Annastift (Orthopädie) und das Henriettenstift (Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie)
  • Die Mitarbeitenden von Orthopädie- und Medizintechnikdiensten, die wöchentlich in unsere Einrichtung kommen und sich um passende und adäquate Hilfsmittel kümmern, sowie die Kollegen von Nutricia und der ortsansässigen Ahornapotheke, die uns mindestens einmal wöchentlich mit Medikamenten und Nahrung versorgen. 
  • den Sanitätern und Rettungsassistenten der Rettungsleitstelle und der Fahrdienste, die unsere Kinder zu ärztlichen Visiten bringen und im Notfall zur Stelle sind.
  • externen Hygienefachkraft

Dieses Netzwerk an multiprofessioneller Zusammenarbeit ermöglicht uns eine umfangreiche Versorgung der Bewohnerinnen und Bewohner.

Übergang ins Erwachsenenalter: Transition

Transition in der medizinischen Versorgung beschreibt den geplanten und gezielten Übergang von einer kindzentrierten zu einer erwachsenenorientierten Medizin. Wie viele Kinder mit chronischen Erkrankungen, haben auch unsere BewohnerInnen aufgrund der guten medizinischen, pflegerischen und  sozial-/heilpädagogischen Betreuung mittlerweile das junge Erwachsenenalter erreicht.

Als Mitglied der deutschen Gesellschaft für Transitionsmedizin setzen wir uns ein für eine umfängliche, fachlich qualifizierte und multiprofessionelle medizinisch-pflegerische Versorgung unserer jungen Erwachsenen über das 18.Lebensjahr hinaus, um ihnen trotz ihrer komplexen Handicaps auch in zunehmenden Alter soziale Teilhabe im Sinne der Internationalen Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (=ICF) weiterhin ermöglichen zu können. Dem Recht von Menschen mit Behinderungen auf das erreichbare Höchstmaß an Gesundheit, wie im Art. 25 der UN-Behindertenrechtskonvention gefordert, gilt  hierbei großer Aufmerksamkeit.

Im Jahr 2024 fand erstmals eine sogenannte Transitionsvisite in unserer Einrichtung statt. Ärztliche Behandler aus SPZ und MZEB trafen sich, um sich auszutauschen und einen guten Übergang der Jugendlichen, die kurz vor dem Erwachsenenalter standen, in die Erwachsenenmedizin zu ermöglichen. Allen Beteiligten danken wir sehr, insbesondere dem MZEB für die Bereitstellung sogenannter Transitionsbögen zur Erfassung der Epikrisen im Vorfeld des Termins.