Individuelle Förderung und Teilhabe
Ein Umfeld, in dem jedes Kind gesehen, gestärkt und begleitet wird.
Ein Zuhause zu bieten und den Alltag für unsere Bewohnerinnen und Bewohner erlebbar zu machen, ist das wichtigste Ziel unserer pädagogischen Arbeit. Wir möchten, dass alle kleinen und großen Menschen in unserer Einrichtung ein möglichst normales, erfülltes und selbstbestimmtes Leben führen können. Dazu gehört, dass jedes Gruppenmitglied aktiv in die Tagesgestaltung eingebunden wird – stets angepasst an die individuellen Möglichkeiten und Bedürfnisse.
Neben der Erfüllung der Schulpflicht und der Teilnahme an der Tagesförderstätte ist die Gestaltung von Freizeitangeboten ein zentraler Baustein unserer Arbeit. Eine ressourcenorientierte, individuelle Förderung ermöglicht Weiterentwicklung, Erhalt vorhandener Fähigkeiten und das Verlangsamen möglicher Rückschritte. Wir stärken die Ressourcen und Fähigkeiten jedes Einzelnen und unterstützen dabei, persönliche Entwicklung zu fördern. Individuelle Maßnahmen orientieren sich deshalb an den persönlichen Zielen – seien es Entwicklungs- oder Erhaltungsziele – und ergänzen die Gruppenangebote sinnvoll.
Für diese Bestrebungen arbeiten die Kolleginnen aus unserem multiprofessionellen Team aus Betreuern und Therapeuten eng zusammen. In regelmäßigen Förderplangesprächen werden die Pläne überprüft, an persönliche Bedürfnisse angepasst und kontinuierlich evaluiert. So können Vorlieben, Abneigungen und Motivationsmöglichkeiten gezielt erfasst werden und eine Einbindung von Fördermaßnahmen in den Alltag, sowie in pflegerische Prozesse ermöglicht werden.
Heilpädagogische Einheiten orientieren sich am Entwicklungsstand und den individuellen Bedürfnissen der Bewohnerinnen und Bewohner. Sie fördern Selbstständigkeit, Selbstbestimmung, Selbstwertgefühl und soziale Teilhabe. Alltägliche Informationen aus der Umwelt werden auf individuelle Weise vermittelt, sodass jede Person die Eindrücke aufnehmen und in den Alltag integrieren kann.
Dabei ist uns im Alltag der Blick auf das Individuum genauso wichtig wie auf die Gemeinschaft. Für den einzelnen bedeutet dies beispielhaft, dass er mithilfe der Bezugsbetreuung seine Vorlieben ausdrücken kann – etwa durch das Einrichten des eigenen Zimmers mit individuell passenden, anregenden Elementen und Dekoration. Wir fördern solche individuellen Gestaltungsmöglichkeiten bewusst, um persönliche Ausdrucksformen zu ermöglichen. Für die Gemeinschaft zeigt sich dieser Ansatz in gemeinsamen Aktivitäten, wie Sommerfesten, Weihnachtsfeiern, Laternenumzügen, Ausflügen oder täglichen Gruppenangeboten, die das soziale Miteinander stärken.
Um diese Ziele zu erreichen, nutzen wir eine Vielzahl an pädagogischen Methoden – von der Ritualisierung des Alltags, über Basale Stimulation, Frühförderung, senso-motorische und musikalische Angebote bis hin zu unterstützter Kommunikation, Ausflügen und Snoezelen. Auch externe Angebote, wie Musik- oder tiergestützte Therapie ergänzen unser Spektrum.
So schaffen wir eine Umgebung, in der sich unsere Bewohnerinnen und Bewohner sicher fühlen, ihre Persönlichkeit entfalten und ihre Lebensfreude stärken können.
Unser Ansatz
Verschiedene Methoden finden bei der Umsetzung der Förderziele Anwendung
Einige Beispiele:
- Ritualisierung der Tages-, Wochen- und Jahresstruktur
- Basale Stimulation
- Förderung von lebenspraktischen Kompetenzen, zum Beispiel Essen, Anziehen, Körperhygiene, Haushaltsaktivitäten etc.
- Frühförderung
- senso-motorische Übungen
- musikpädagogische Angebote
- vielfältige Materialerfahrungen
- Übungen zur Körperschemabildung
- Unterstützte Kommunikation
- Förderung des Sprechens und Erweiterung des Sprachverständnisses
- Förderung der Interaktion und des Sozialverhaltens
- Stärkung des Selbstwertgefühls und Förderung der Persönlichkeitsentwicklung
- Übung der Orientierung in fremder Umgebung und Erweiterung des Lebensraums durch Ausflüge, Einkaufen gehen, etc.
- Snoezelen
Zudem sind vielfältige externe Angebote Teil unseres Alltags und erweitern die Lebenswelt der kleinen und großen Bewohnerinnen und Bewohner. So können wir zum Beispiel auf verschiedene Kooperationen im Bereich Musiktherapie, tiergestützte Intervention/ Kommunikation und Unterhaltungskunst zurückgreifen.
Pädagogischer Alltag
Einblicke in unseren Fachbereich Pädagogik






Starke Netzwerke, starke Verbindungen
Auch im Bereich Pädagogik können wir auf ein breit gefächertes Netzwerk zurückgreifen. In unserer Einrichtung halten wir für heimbeschulte Kinder oder Kinder im Vorschulalter eine eigene Tagesstruktur vor. Diese wird bereichert durch die dauerhafte Zusammenarbeit mit unseren Therapeutinnen aus dem Bereich Krankengymnastik, Ergotherapie und Logopädie. Diese sind auch an unseren interdisziplinären Förderplangesprächen beteiligt und arbeiten mit den Kolleginnen und Kollegen aus dem Bereich Betreuung und Pflege Hand in Hand.
Eine weitere Ergänzung bietet auch die UK-Beratung des SPZ Hannover, die seit einiger Zeit in unsere Einrichtung kommt und hilfreichen Input und Austausch zu Kommunikationshilfsmitteln leistet.
Des Weiteren haben wir verschiedene Kooperationen, in denen unsere Bewohnerinnen und Bewohner je nach Förderschwerpunkt ein schulisches Lernumfeld besuchen. Glücklicherweise haben wir in unserem Einzugsgebiet verschiedene Tagesbildungsstätten der Eingliederungshilfe, aber auch Schulen mit den Förderschwerpunkten Sehen und Hören, sowie geistige Entwicklung. So können die individuellen Bedarfe der Kinder gut abgebildet werden.
Unsere jungen Erwachsenen Bewohnerinnen und Bewohner besuchen werktäglich die interne Tagesförderstätte, in der sie individuelle Förderung, Beschäftigung und soziale Teilhabe im geschützten Rahmen erleben können.
Pädagogischer Alltag
Einblicke in unseren Fachbereich Pädagogik






